Überstunden werden minutengenau bezahlt; ansonsten gehe ich pünktlich nach Hause.

Umkleidezeit zählt als Arbeitszeit.

30-minütige Pausen. Ununterbrochen, jeden Tag.

Nach Feierabend werde ich vom Arbeitgeber nicht kontaktiert.

Ist das zu viel verlangt?

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    4 days ago

    Alles, was im Arbeitsvertrag steht, zählt. Alles, was im Arbeitsvertrag steht und im Widerspruch zu geltendem Recht steht, ist sittenwidrig und zählt nicht. Alles, was nicht explizit im Arbeitsvertrag steht, steht ansonsten im Gesetz.

    Alles, was du gern haben möchtest, was weder gegen das Gesetz verstößt noch aus ihm hervorgeht, muss demnach in deinem Arbeitsvertrag geregelt sein.

    Unrealistisch ist davon nichts, aber es muss eben Einigung darüber schriftlich erfasst sein.

  • D_a_X@feddit.org
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    4 days ago

    Dein Arbeitgeber darf erwarten, dass du die Arbeitsleistung gemäß deinem Vertrag erbringtst. Nicht mehr. Er zahlt ja auch nur gemäß Vertrag und nicht mehr.

  • Ey ich frag doch nur@lemmy.world
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    4 days ago

    Wenn es im Arbeitsvertrag so steht, dass Überstunden bis zu einer bestimmten Obergrenze abgegolten sind, bzw. nicht gesondert vergütet werden, ist das rechtens. Wenn da keine Obergrenze drin steht ist das rechtlich zu schwammig.

    Bei der Umkleidezeit wird unterschieden, nur wenn diese beiden Bedingungen zutreffen muss es bezahlt werden:

    1.Es muss die Pflicht zu Dienstkleidung bestehen. 2.Das Umziehen im Betrieb ist notwendig: -Hygienekleidung oder gewisse Sicherheitskleidung darf nicht draußen auf der Straße getragen werden. -oder die Kleidung ist unzumutbar für den Weg zur Arbeit (z.B. Firmenlogos, auffällige Farben/Designs

    Allerdings darf die Vergütung von Umkleidezeit auch durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen komplett ausgeschlossen werden …

    Der Arbeitgeber darf die Pause aus betrieblichen Gründen auf mindestens 15-Minuten-Blöcke aufteilen. In manchen brachen wie Gastronomie darf das, wenn ein Tarifvertrag gilt, auch in noch kürze Blöcke gestaffelt werden. (Wenn kein Tarifvertrag gilt greift die 15 Minuten Regel)

    Nachrichten von deinem AG musst du nach Feierabend in der Regel nicht lesen, aber auch hier gibt es rechtliche Ausnahmen. Eigentlich muss der Arbeitgeber Dienstpläne so zur Verfügung stellen, dass du sie rechtzeitig während der Arbeitszeit einsehen kannst. In Notfällen oder wenn Rufbereitschaft/Bereitschaftsdienst vereinbart wurde darf man dich auch einfach so kontaktieren.

    Real hatte ich es aber auch schon, dass man den genauen Plan erst relativ zeitnah bekommt.

    Ganz ehrlich ich würde dir empfehlen, wenn es immer nur zu Streit oder Uneinigkeit kommt, und du der einzige da bist der damit Probleme hat, denk drüber nach ob du da überhaupt länger arbeiten willst. Die werden nicht alles nur einen Mitarbeiter ändern wollen und ein ewiges anti-Verhältnis zum Arbeitgeber ist einfach nur zum Kotzen

    • schneewiese@feddit.orgOP
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      4 days ago

      Wenn es im Arbeitsvertrag so steht, dass Überstunden bis zu einer bestimmten Obergrenze abgegolten sind, bzw. nicht gesondert vergütet werden, ist das rechtens.

      Die werden nicht alles nur einen Mitarbeiter ändern wollen

      Die meisten meiner Arbeitskollegen sind Deutsche; ich bin es nicht, und ich verstehe nun gar nichts:

      Warum akzeptieren Menschen diese Arbeitsbedingungen? Wollen sie keine Pausen lang genug, damit sie nicht erschöpft nach Hause kommen? Warum arbeiten sie gerne unbezahlt?

      Ist das so Etwas Kulturelles, das ich nicht sehe?

      • squidie@feddit.org
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        3 days ago

        Es ist halt normalerweise ein Geben und Nehmen.

        Bist du denn die gesamte Arbeitszeit am Platz und am arbeiten? Kein Kaffeekränzchen mit den Kollegen oder rumspielen am Handy? Arbeitest du gewissenhaft und machst keine oder kaum Fehler?

        Mir ist es viel wichtiger, dass ich mit den Kollegen und Chefs gut auskomme. Dann habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass diese einen gerne unterstützen und verschiedene Sachen möglich sind. Dafür nehme ich hin, dass ich gelegentlich länger dort bin oder eben die Firma unterstütze.

        Harte Regeln treffen normalerweise harte Regeln und davon bin ich kein Fan.

        • schneewiese@feddit.orgOP
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          3 days ago

          Bist du denn die gesamte Arbeitszeit am Platz und am arbeiten?

          Wenn mein Chef sieht, dass ich auf einen Auftrag warte, gibt er mir was zu machen, so ja.

          Kein Kaffeekränzchen mit den Kollegen oder rumspielen am Handy?

          explizit verboten, wolltet mich abmahnen. Wenn ich während meiner Arbeit was trinke, zählt das als meine Pause.

          Arbeitest du gewissenhaft und machst keine oder kaum Fehler?

          ich versuche es

          wie sieht es bei dir aus?

      • Ey ich frag doch nur@lemmy.world
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        3 days ago

        In meinem Vertrag steht z.B., dass ich bis zu 30 Minuten Überstunden machen muss. Wurde aber auch noch nie dazu aufgefordert. Warum ich das akzeptiert hatte? Ich brauchte Arbeit, es ist legal und durchaus noch üblich. Es gibt ja auch Dinge die nun mal einfach nicht bis morgen warten können. Ansonsten waren die Rahmenbedingungen in Ordnung. Und wegen 30 Minuten mache ich mich nicht nass.

        Pausenzeiten kann man ja auch länger/mehr mit dem Arbeitgeber vereinbaren, musst halt auch länger da bleiben. Ich bin nach Feierabend sowieso erschöpft, da ist es egal ob ich noch irgendwann 15 Minuten mehr nehme. Mir würden wahrscheinlich auch 4x 5 Minuten zum Rauchen reichen, aber es müssen ja mindestens 30 Minuten insgesamt sein bei 8 Stunden Arbeitszeit (Gesetzlicher Arbeitnehmerschutz). Mein Arbeitgeber hat mich zum Glück noch nie ermahnt, wenn ich die 30 Minuten auf 1x15 und 3x5 splitte.

        Warum arbeiten sie gerne unbezahlt?

        Warum so provokant…

  • KasimirDD@feddit.org
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    4 days ago

    Das sollte der Standard sein. Je nach Position kann das mit den Überstunden entfallen oder die gehen auf ein Zeitkonto. Aber im Prinzip geht das.