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Cake day: October 24th, 2025

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  • Echt hart schwierig diese Studie. Generationen sind ja gewissermaßen “Erfahrungskohorten” und ich persönlich finde es etwas absurd, wenn man sie dann so merkwürdig globalisiert. Die “Babyboomer” in Westdeutschland sind halt eine andere Erfahrungskohorte als die gleichaltrigen Menschen in China. Und das gilt auch für die Gen-Z. Wer heute jung ist in Indien, Deutschland oder Kuba muss nicht gleich ticken und das in eine Headline zu gießen ist halt Quark.

    Und dann haut der Standard so einen Satz raus:

    Ein weiteres erschreckendes Ergebnis: Fast jeder dritte Gen-Z-Mann (31 Prozent) ist der Meinung, dass eine Ehefrau ihrem Mann immer gehorchen sollte. Bei den Gen-Z-Frauen liegt der Wert mit 18 Prozent deutlich darunter.

    Schaut man dann in die Studie selbst, dann ist das halt in Deutschland einfach nicht so.

    Drüben bei Reddit wurde dann mal wieder fleißig Geschlechterkrieg geführt, Leute haben sich wüst beschimpft ob dieser Studie, aber die Aussagekraft ist halt gleich null. Als ob es irgendwie relevant sei für uns hier, was irgendwelche jungen Leute in Indonesien denken.

    Hier die Studie:

    https://www.ipsos.com/sites/default/files/ct/news/documents/2026-03/IWD 2026 Global Charts FINAL_0.pdf

    Und manche Fragen sind halt auch extrem länderspezifisch. Ich weiß, ich meckere immer über das gleiche, aber in Deutschland ist es natürlich eine völlig valide und nicht rückständige Position, dass man der Meinung ist, dass die rechtliche Gleichstellung von Frauen zu weit gegangen ist, wenn sie halt rechtlich völlig gleichberechtigt sind, es aber z.B. Wehrpflicht nur für Männer gibt und es legal ist, dass man Stellenausschreibungen macht, bei denen Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt werden. Da ist dann wirklich die rechtliche Gleichstellung in eine Benachteiligung der Männer gekippt und das kann man nicht durch Wörter wie “rückständig” oder “Steinzeitdenken” diskutieren










  • Naja, ich weiß, was du sagen willst. Aber irgendwie ist das gleichzeitig halt das typische Meckern statt einfach mal zu schauen, was wirklich realistisch geht. Ich werde jetzt gleich von dir harten Widerspruch ernten, aber:

    • Bei 210 Arbeitstagen und 70km täglich hätte sich das eAuto für dich auch bei den Wucherpreisen an den Ladesäulen schon vor den aktuellen Benzinpreissteigerungen gerechnet
    • Es gibt halt auch Verkehrsmittel zwischen Laufen und Auto. Eine dieser NIU eVespas kostet dich so 2500€, lässt sich in deiner Wohnung laden und bringt dich auch zur Arbeit. Und auf 35km auch nicht bedeutend langsamer als das Auto. Und ja, ich weiß, dein Arbeitsweg besteht nur aus Autobahn auf der du morgens im Berufsverkehr 240km/h fahren kannst
    • Und man darf es dir halt auch mal deutlich sagen: Es ist deine freie Entscheidung, dass du täglich 70km mit dem Auto fährst und dabei bei 5l/100km und Diesel 9,2kg CO2 in die Umwelt bläst. Bei deinen 15.000km jährlichem Pendelweg ballerst du so 2 Tonnen CO2 in die Umwelt. Und das machst du halt aus freien Stücken durch die Wahl deines Wohnortes und Arbeitgebers.


  • Gar nicht so schön, wie ntv hier dann die russische Propaganda verbreitet. Die EU hat ja bereits den Exit aus dem russischen Gas in die Wege geleitet:

    Zwar steht das komplette Importverbot für russisches Gas in der EU, es gilt jedoch erst ab Herbst 2027. Zudem dürfen bis April 2026 noch kurzfristige Lieferverträge für LNG und bis zum 17. Juni für Pipeline-Gas abgeschlossen werden. Für laufende Gasverträge gelten weiterhin Übergangsfristen. Flüssiggas aus Russland darf noch bis zum 1. Januar 2027 bezogen werden – dieses Datum ist auch in den EU-Sanktionsrichtlinien festgeschrieben. Für Pipeline-Lieferungen soll der Ausstieg etwas später erfolgen: zwischen Ende September und Anfang November 2027, abhängig davon, wie gut Europas Gasspeicher zum Herbst gefüllt sind.

    Sprich: Nächstes Jahr ist Schluss. Wenn Putin sich jetzt schön ins eigene Fernsehen setzt und seinen Leuten erzählt, dass er als kluger Schachzug jetzt sein Gas an andere Länder als Europa verkaufen wird, dann ist das so wie der CEO von der Firma, der soeben den zentralen Großkunden vertrieben hat und nun von der Neukundenakquise redet. Die Pipelineinfrastruktur geht in Richtung Europa und erst gestern hat jemand einen der russischen LNG-Tanker versenkt.






  • Irgendwie … ich kann ja verstehen, dass man sagt, dass Leute mit prall gefülltem Konto erstmal keine staatliche Unterstützung bekommen bis das Vermögen aufgebraucht ist. Aber gleichzeitig ist das halt auch einfach ein hartes Incentive gegen Sparen und Investieren. Wenn man sein Geld einfach verjubelt und für schöne Dinge nutzt, dann hat man es halt genutzt und bekommt früher staatliche Unterstützung.

    Oder etwas blöde gesagt: Wenn es der Firma anfängt kacke zu gehen, gibt das sehr starke Anreize, dass man einfach all sein Geld verjubelt statt damit hauszuhalten