Als Kind und Jugendlicher war ich begeistert von allem, was irgendwie mit Computern zu tun hatte, durch Computer ermöglicht wurde, durch Computer verbessert wurde.
Jetzt, wo Computer erstens überall sind und zweitens mein Beruf mit Computern zu tun hat, hab ich überraschend oft das Verlangen, in meiner Freizeit doch wieder von ihnen wegzukommen. :/

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Das einzige, was der Kapitalismus gefördert hat, ist die Ausbeutung von öffentlich finanzierter Forschung, den Kunden und natürlich der Arbeiter.
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Früher hatten die technologischen Sprünge auch einfach größere Auswirkungen. Mit dem Upgrade von einer 500MHz zur 1GHz CPU war tatsächlich alles doppelt so schnell. Irgendwann wurden die Sprünge dann immer kleiner und alles wurde irgendwie langweilig. Ich habe den Spaß daran erst im letzten Jahr durch Linux auf nem Refurbished Thinkpad (8 Jahre alt, funktioniert mit CachyOS aber einwandfrei) wiedergefunden. Eigentlich schon ein paar Jahre vorher durchs Fediverse, das mich bis heute fasziniert und mich zum Self-Hosting gebracht hat. Ein ausgemusterter Mini-PC in meiner Küche betreibt jetzt meine eigene PieFed-Instanz die mich mit der ganzen Welt verbindet.
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Ich weiß genau, was du meinst mit der Begeisterung. Allerdings muss ich sagen, die ist bei mir noch vorhanden, wenn auch stark in Mitleidenschaft gezogen durch die unsinnigen Dinge, die ich im Beruf jeden Tag mit dem Rechner machen muss (Meetings zu allererst).
Wenn ich aber mal eine Zeit offline bin, dann kommt wieder diese nostalgische Sehnsucht, etwas kreatives und faszinierendes mit dem PC zu machen.
Man kann auch beides verbinden. 3D Druck erlabt es einen zB mit Elektronik und Technik zu werkeln, am PC Dinge zu entwerfen aber auch Dinge Realität werden zu lassen. Wer analog mehr machen will kann sich auch beim post processing austoben oder zB 3D Druck mit Sticken, malen etc kombinieren.
Den Fokus hierbei kann man ganz unterschiedlich setzen.
Das passt irgendwie zu den Post davor von wegen dritte Orte.
Herrje, ich muss mich ja wirklich fragen, ob Redakteure sich beim Schreiben von diesem Begriffabfall nicht schämen. Die obskure “Offline-Sucht” kommt ja im Artikel wenigstens nicht mehr vor, aber “Analogue Living” macht es echt auch nicht besser. Dass rausgehen hier überhaupt zum Social-Media-Trend umgedichtet wird, ist dabei freilich kein Entkommen vom angeprangterten brain rot.
Dass rausgehen hier überhaupt zum Social-Media-Trend umgedichtet wird
Irgendwie muss ich jetzt an den Pokemon-Go-Wahnsinn in den 20-zehnern denken. Es war zeitweise gefährlich, verwirrend, sogar dystopisch. Wenn eine riesige Menschenmenge still mit Handy in der Hand um irgendeinen Ort herumsteht, wie eine Black-Mirror-Folge. Und sehr viele Mütter die sagten “wenigstens geht er jetzt mal raus um Video zu spielen” und komplett die Privatesphärenverletzung bzw. Datenausbeutung ausblendeten…
Ich finde es total faszinierend, wie dieser Artikel aufgebaut ist. Vor allen Dingen, weil er ja eigentlich gar keinen wirklichen Trend beschreibt, sondern nur wie ein angeblicher Analogtrend von ein paar wilden Selbstdarstellern auf Social Media dargestellt wird. Was ja wirklich genau das Gegenteil von dem ist, was der Trend eigentlich darstellen soll.Ich bin jetzt aber auch wirklich nicht klüger, ob wirklich mehr Leute sich mit Offline-Tätigkeiten beschäftigen.






