Nicht jeder der rechts, konservativ oder gegen Migration ist, ist ein Nazi. Jedoch werden diese Leute mit jeden Mal, an dem man sie ignoriert, ausschließt oder Nazi nennt mehr in diese Ecke getrieben.
Ich finde es immer wichtig, solche Leute in zwei Kategorien einzuteilen. Zum einen gibt es die, die einfach ein bisschen zu viel Propaganda abbekommen haben. Die genauso frustriert sind wie wir mit der aktuellen Lage. Und in der AfD sich endlich Mal gehört fühlen (auch wenn es für uns klar ist, dass es manipulativ gemacht wird). Mit denen kann und soll man reden. Das sind die Leute, die mit genug Geduld und vor allem Einfühlsamkeit die Meinung ändern können. Und diejenigen, die Mal so gedacht haben aber jetzt nicht mehr, sind oft diejenigen, die am Besten weitere dazu überzeugen können, das Gedankengut liegen zu lassen.
Dann gibt es die, die ganz genau wissen, was sie unterstützen. Bei denen lohnt es sich wirklich nicht zu reden. Da ist es einfach vergebliche Liebesmühe, oder noch schlimmer.
Ist halt auch nicht einfach, zu unterscheiden - wie vieles, wenn es um dieses Thema geht.
Ich unterscheide danach ob und wie sehr mir diese Leute nahe sind. Stammen sie aus meiner Familie, sind sie am Arbeitsplatz oder tauchen sie in Freizeitzusammenhängen auf bin ich eher bereit das Gespräch zu suchen oder mich in bestehende einzumischen.
Mit mir persönlich Unbekannten, welche im Ort mit ihrer Gesinnung mehr oder weniger offen umgehen etwa durch öffentliche Aktivität in Form von zielgerichteten Veranstaltungen oder losen Zusammenkünften bzw. passiv mit Stickern, Aneignung des öffentlichen Raums mit schriftlichen Botschaften eher nicht.
Das Problem ist ja nicht das die Nazis nicht bereits was man denen erzählt, dass Problem ist ja dass sie sehen wie nutzlos die Altparteien sind. Das wir für die eine Alternative brauchen ist jedem klar der in auch nur in ein bisschen prekären Verhältnissen ist. Aber selbstverständlich wird dem Aufbau einer echten Alternative alles in Weg gestellt, denn die einzige echte Alternative mit Zukunft ist Sozialismus.
Das wir für die eine Alternative brauchen ist jedem klar
Die Leute verhalten sich aber nicht so. Gibt es die Partei schon oder muss sie gegründet werden?
Naja, als eine alternative präsentiert sich ja gerade die AfD, welche derzeit die populärste Partei in Deutschland ist soviel ich weiss. Das nimmt natürlich anderen links-orientierten Bewegung den Wind aus den Flügeln, insbesondere da die AfD eben ganz bewusst nach links schlägt und die Gesellschaft spaltet indem sie Scheinprobleme mit echten vermischt. Hinzu kommt dass viele linksorientierte Menschen noch Hoffnungen an Parteien wie die Grüne, SPD oder Linke hängen obwohl diese sich bereits ganz offen an den amerikanischen Imperialismus drangehängt haben. Weswegen ja die BSW gespalten ist, aber aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund den sozialkonservativen Blödsinn der AfD mitmacht und dort mit denen zu konkurrieren versucht anstatt sich mit den tatsächlichen Problemen der Bürger*innen auseinanderzusetzen.
Die Gruppe die dann noch übrigbleibt ist verschwindend gering. Ich hab gutes über die DKP gehört aber mich noch nicht eingehender mit ihr auseinandersetzen können. Das diese verschiedenen Repressalien ausgesetzt, insbesondere im Zusammenhang mit ihrer palästinensischen Solidarität lässt eher gutes vermuten. Ohnehin ist es unmöglich eine andere Partei zu wählen (zumindest wüsste ich keine) ohne sich an dem Palästinensischen Völkermord mitschuldig zu machen.
Das nimmt natürlich anderen links-orientierten Bewegung den Wind aus den Flügeln,
Das ist erstmal egal. Wichtig ist, eine Partei zu identifizieren, die aufgebaut werden kann, auch wenn die AfD es schwierig macht.
Hinzu kommt dass viele linksorientierte Menschen noch Hoffnungen an Parteien wie …
Das ist faszinierend, dass trotz freier Informationen keine Zweifel aufkommen.
aber aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund den sozialkonservativen Blödsinn der AfD mitmacht
Ich denke das BSW will die AfD stellen und nicht links weiter aufspalten.
tatsächlichen Problemen der Bürger*innen auseinanderzusetzen.
Was wären die top 3 und wie sollte das BSW sie lösen?
Ich hab gutes über die DKP gehört
Kann man 51% der Gesellschaft überzeugen, kommunistisch zu leben?
Das ist faszinierend, dass trotz freier Informationen keine Zweifel aufkommen.
So frei sind die Informationen bei uns auch nicht (z. B. aus Palästina), aber ich denke dass es eher daran liegt dass es sehr schmerzhaft ist sich eingestehen zu müssen dass alle unsere Großparteien der USA nach der Pfeife tanzen und wir uns anders organisieren müssen.
Ich denke das BSW will die AfD stellen und nicht links weiter aufspalten.
Nee die BSW spaltet Linkenwähler gerade in Ostdeutschland. Gerade ältere Menschen in Ostdeutschland sind vom Wesen her noch sehr links, eher Russlandfreundlich haben aber schon eine ganze Menge anti-trans propaganda aufgenommen. Auch die anti-migrations rhetorik der BSW kommt aus einem verdrehten Verständnis des Marximus.
Was wären die top 3 und wie sollte das BSW sie lösen?
Arbeitslosigkeit, Lebensmittelpreise die schneller steigen als der Arbeitslohn, Zerfall des Sozialstaates. Wie die BSW das lösen soll? Sich mit Arbeiter*innen aller Art solidarisieren wäre ein erster und notwendiger Schritt.
Kann man 51% der Gesellschaft überzeugen, kommunistisch zu leben?
Hat in Russland, in China, in Viet Nam, in Kuba geklappt. Das Volk ist aufgestanden und hat eine Revolution angezettelt um kommunistisch leben zu können. Warum sollte das in Deutschland nicht klappen? Zumal man ja nicht von jetzt auf gleich in den Kommunismus wechselt sondern erstmal “nur” die Machtverhältnisse umkehrt.
eingestehen zu müssen …
Ja.
Nee die BSW spaltet Linkenwähler gerade in Ostdeutschland
Als Spaltung der Linken unvermeidbar.
eine ganze Menge anti-trans propaganda aufgenommen.
Bevor sie dann zur AfD gehen ist es doch gut, wenn es das BSW gibt.
Auch die anti-migrations rhetorik der BSW kommt aus einem verdrehten Verständnis des Marximu
Ich weiss nicht was das BSW sagt, aber wenn man das Konzept der industriellen Reservearmee kennt, dann stellt sich doch die Frage, welche Ziele von der Regierung wirklich verfolgt werden.
Sich mit Arbeiter*innen aller Art solidarisieren wäre ein erster und notwendiger Schritt.
Nicht um dir zu widersprechen sondern um mehr zu erfahren: Für die meisten ist das BSW irgendwo der Feind. Wie mit 3% mit allen Arbeitern solidarisieren, ohne dass es eine Floskel ist?
Hat in Russland, in China, in Viet Nam, in Kuba geklappt
Die Revolutionen wurden von wenigen Prozent durchgeführt. 51% Wähler zu überzeugen ist glaub ich schwieriger. Ein normaler Wahlkampf reicht da nicht.
nicht von jetzt auf gleich in den Kommunismus wechselt sondern erstmal “nur” die Machtverhältnisse umkehrt.
Meinst du, die Elite akzeptiert das? Siehe südamerikanische Staaten, werden die USA im Land ihrer Basen einen Machtwechsel zulassen?
Ich find’s zum einen nutzlos, weil er keine Alternative bringt (zumindest wenn man, wie ich nur das share pic also Kontext hat).
Zum anderen liegt das Problem doch darin, dass man TROTZDEM schon die ganze Zeit mit Nazis redet.Der Gedanke war und ist stabil. Mir hat ein Nazi noch nie was sinnvolles erzählt. Aber wenn’s die Mehrheit nicht macht ¯_(ツ)_/¯
Seine Alternative als Content Creator ist, dass er loszieht und mit den Leuten redet.
Etwas mehr für Menschen, die noch nicht von ihm gehört haben:
Letztens war er mit seinem Team zB zum AfD-Parteitag angereist. Dazu veröffentlicht er auf YouTube und TikTok Beiträge als “Marcant”. Dadurch, dass er das Gespräch führt, hat er wohl auch schon einige Leute zum Nachdenken gebracht. Es gibt aktuell eine 37° Leben-Doku zu ihm
Cool, danke für die Einordnung! Genau das ist dann ja das, was er anders macht und er propagieren sollte: ich konfrontiere Nazis mit Fakten und ordne das Gespräch bei der Veröffentlichung entsprechend ein.
Und mit diesem entscheidenden Unterschied tun sich viele, auch der ÖR so schwer. Der wiederum ist aber entscheidend, wenn es um die Wirkung bei der Veröffentlichung geht.
“Letzte Worte?”




